George Gershwin (1898 - 1937)Seinen ersten Song komponierte er 1916, die erste Revue 1918. Den ersten öffentlichen Erfolg errang er mit "La La Lucille" 1919. Von 1920 - 1924 schrieb er vor allem Revuen, ab 1924 Musicals.
Das erste im grossen Stile erfolgreiche Stück, die "Rapsody in Blue", schrieb Gershwin für Paul Whiteman. Dieser veranlaßte Gershwin, ein "symphonic jazz-work" zu schreiben. Gershwin schrieb das Stück, welches von Whitemans Arrangeur Ferde Grofé instrumentiert wurde, in weniger als drei Wochen.
Neben den vielen Songs, zu denen sein Bruder Ira die Texte lieferte, wandte sich Gershwin immer stärker der Konzertmusik zu und stellte 1925 sein Klavier-Konzert vor. Auf einer Europareise bemühte er sich vergeblich um Unterricht bei Ravel, der in ihm einen längst ausgereiften Meister sah. Mit der Oper "Porgy and Bess" (1935) gelang ihm ein höchst bedeutsames Werk, das in der genialen Verschmelzung von Jazzelementen, Popularmusik und bühnenwirksamer Konzertmusik unerreicht blieb.
Schon in jungen Jahren war Gershwin mit der Unterhaltungsmusik und dem Jazz vertraut. von hier aus fand er den Weg zu Musikstudien traditioneller Art. Die uneingeschränkte Anerkennung, die er zunächst im Bereich der Revuen und Musicals, später dann mit seiner konzertanten Musik bzw. mit der Oper "Porgy and Bess" fand, wurde später bestritten. Galt er auch als der erste Komponist, der der nationalen amerikanischen Musik zur Weltgeltung verhalf, so wurden doch die zahlreichen Produktionen im Bereich der unterhaltsamen Musik von seiten der offiziellen Musikgeschichtsschreibung nachteilig bewertet. Dessen ungeachtet erfreuen sich seine Werke weltweiter Schätzung.
George Gershwin starb 1937 in Beverly Hills (Hollywood) an einem Gehirntumor.