Preisträger Deutscher Musikwettbewerb 1998
Förderpreis Deutschlandfunk "Artist in Residence 2001"
Das Musikfest Bremen verleiht seit 1998 jährlich den mit 50.000 DM dotierten Musikfest-Preis an Künstler in Anerkennung ihrer besonderer Verdienste um klassische Musik im Rahmen des Festivals. Den jeweiligen Preisträger wählt eine Jury unter Ausschluss der Öffentlichkeit und nach Bekanntgabe erfolgt wenige Tage später die Preisverleihung im Rahmen einer Gala?Veranstaltung im Bremer Rathaus. Stifter des Preisgeldes ist bereits im vierten Jahr die Kultur-Stiftung der Deutschen Bank. Der Musikfest-Preis symbolisiert sich in einer handgegossenen "Orpheus" -Bronze des Bremer Bildhauers Bernd Alterstein. Preisträger 1998 war der Dirigent Sir John Eliot Gardiner, 1999 der Geige Gidon Kremer mit seinem Ensemble KREMERata BALTICA und 2000 Schauspieler Klaus Maria Brandauer mit Dirigent Thomas Hengelbrock.
Dem Musikfest-Preis angegliedert ist der Förderpreis Deutschlandfunk "Artist in Residence", der Nachwuchskünstlern die Chance bietet, für ein Jahr mit dem Preisstiftenden Sender eine enge Bindung einzugehen und Aufnahmen zu erarbeiten. Abschluss dieser Förderung ist ein Konzertengagement im nächstfolgenden Musikfest Bremen. 1998 erhielt die Violoncellistin Tanja Tetzlaff den Forderpreis Deutschlandfunk, 1999 der Gitarrist Aniello Desiderio, 2000 die Geigerin Julia Fischer und 2001 das new art saxophone quartet.
Beide Auszeichnungen sind eine Anerkennung herausragenden kreativen Wirkens in unterschiedlichen Phasen - dem erfolgreich Einstieg in den Musikbetrieb und der langjährigen Kontinuität künstlerischer Unbedingtheit in der Auseinandersetzung mit Musik. Wahrend der Förderpreis Deutschlandfunk talentierten jungen Musikern an der Schwelle zu einer internationalen Karriere praktische Unterstützung gibt, ist der Musikfest-Preis eine hochdotierte Ehrung für erreichte künstlerische Verdienste herausragender musikalischer Qualität und Ausstrahlung.
Kriterium für die Ernennung zum Träger des Musikfest-Preises ist die ausgeprägte individuelle Gestaltungskraft bei der grenzüberschreitenden Darstellung klassischer Musik, die neue Perspektiven aufzeigt. Dazu gehört das Engagement für vernachlässigtes und wenig gängiges Repertoire ebenso wie "befreiende Werktreue", im Sinne maßstabsetzender Interpretationen bekannter Kompositionen, der das internationale Musikleben wegweisende Impulse verdankt. Zum Preisträger können sowohl Einzelkünstler als auch ganze Ensembles oder Orchester ernannt werden.
Den Förderpreis Deutschlandfunk erhalten vielversprechende Nachwachskünstler, die sich bereits am Beginn ihrer Karriere mit individuellen Interpretationsansätzen empfohlen haben. Durch einen einjährigen Status als "Artist in Residence" sollen sie in ihrer weiteren solistischen Entwicklung unterstützt werden. Der Sachpreis - die Erarbeitung öffentlicher Präsenz durch Rundfunkaufzeichnungen, eine CD-Produktion und die Gestaltung eines Preisträger- Konzertes im Festival des FoIgejahres -eröffnet neue kreative Entfaltungsmöglichkeiten. Auf diese Weise leistet die Auszeichnung eine praktische Hilfestellung, die den Notwendigkeiten des heutigen Kulturbetriebes Rechnung trägt. Für den Förderpreis Deutschlandfunk werden junge Einzelkünstler wie auch ambitionierte Ensembles in Betracht gezogen.
Carsten Preisler, Musikfest
Bremen