Alfred Desenclos (1912 - 1971)

Desenclos, Alfred; *7.2.1912 Le Pontel †1971 Paris;

Obwohl Alfred Desenclos 1942 Gewinner des "Prix de Rome" war - er hatte gerade sein Musikstudium am Pariser Konservatorium beendet - fand der produktive Komponist damals wenig Beachtung. Von 1943 bis 1950 war er Direktor des Konservatoriums in Roubaix. 1950 erhielt er den Ehrentitel "Artist Francais" und wurde im selben Jahr an das Conservatoire National De Paris berufen, wo er bis zu seinem Tode unterrichtete.

Sein Name bleibt generell mit seiner 1956 komponierten Symphonie verbunden, die den "Grand Prix de la Ville de Paris" gewann, sowie seinem viel beachteten Requiem für Solisten, Chor und Orchester, welches 1962 entstand. Zwei Jahre später wandte er sich der Kammermusik zu und schrieb auf Anregung des damals berühmten Marcel Mule Quartetts das "Quatuor pour Saxophones". Sein Saxophonquartett - sensitiv, offen und generös, wie ein Pariser kritiker schrieb - erregte damals die Aufmerksamkeit der gesamten Pariser Musikwelt. Die Reaktionen im Pariser Musikleben nach der Uraufführung dieses Werkes waren ähnlich denen, als Adolphe Sax einhundert Jahre vorher seine Instrumente in Paris vorstellte. Überall in den Künstlervierteln von Paris spielte man das Saxophon.

Der Intellektualismus, der Ende der 60er Jahre um sich griff, ließ allerdings eine große Anzahl von Komponisten - so auch Desenclos - in Vergessenheit geraten. Diese Komponistengeneration, die in ihren Werken u.a. das Sentimentale besonders hervorhob, verdient es eigentlich nicht, weiterhin unbeachtet zu bleiben.
Alfred Desenclos hat mit seiner Komposition den geschmeidigen, zugleich sinnlichen und farbenfrohen Klang des Saxophons in seiner Komposition voll ausgenutzt.

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