| Als Kind armer Eltern geboren, hatte er dennoch das Glück, daß sein Talent früh erkannt wurde und er eine der besten damals erhältlichen musikalischen Ausbildungen erhielt, u.a. auch von Simon Mayr. Um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, nahm er alle ihm angebotenen Aufträge an, so daß er manchmal bis zu vier Opern pro Jahr schrieb. Sein Talent zeigte sich erstmals in "Zoraïde di Grenata" (Rom, 1822), die ihm einen Vertrag in Neapel einbrachte. Die folgenden acht Jahre gelten als Phase des Experimentierens, bis der große Erfolg von "Anna Bolena" (Mailand, 1830) den Beginn seiner Karriere markierte. Fortan widmete er sich nahezu ausschließlich Tragödien (mit Ausnahme der opere buffe "L'elisir d'amore" (1832) und "Don Pasquale" (1843)), wie z.B. "Lucrezia Borgia" und "Lucia di Lammermoor". 1838 verließ er Neapel und ging in das liberale Paris, auch wegen der besseren Bezahlung. 1842 wurde er zum Hofkapellmeister am Wiener Hof ernannt und pendelte die nächsten Jahre zwischen Wien und Paris. 1846 zeigten sich die ersten Anzeichen der syphilitischen Infektion, an der er später verstarb. Gelähmt und nahezu unfähig, zu sprechen, wurde er von Freunden in seinem Heimatort Bergamo bis zu seinem Tode im Jahre 1848 gepflegt. |