| Songs And Dances - Musik aus allen Himmelsrichtungen; Stücke, die eines gemeinsam haben: Ihre tiefe Verwurzelung in den uralte Traditionen ihrer Völker. | |
| Melodien, die ihre magische Stärke aus der unverfälschten Ehrlichkeit der Menschen ziehen. Jahrhunderte alte Gefühle, die diese Menschen schon immer hatten und immer haben werden, zeitlos. Gespielt von vier Saxophonisten und einem Perkussionisten, die sich diesem Sog nicht entziehen konnten. Gespielt auf Instrumenten, die - rein zeitgeschichtlich gesehen - gegensätzlicher nicht sein könnten: Das Saxophon, eines der jüngsten akustischen Instrumente, Perkussion - wohl das älteste überhaupt. Sie finden bei Songs And Dances zueinander, bilden eine Einheit, befruchten einander. | |
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Tansania,
ein Dorffest unter afrikanischer Sonne; kehlige Stimmen, selbst gebaute
Trommeln:
Tumo Katika Safari (Wir sind auf einer langen Reise) - unerschütterliche Lebensfreude Afrikas; Musik an der man sich aufrichtet, auch wenn das Leben hart ist. Der glückliche Rahmen von Songs And Dances. Italien, um 1400: Gaukler haben den Marktplatz unter Beschlag genommen, Spielmannszüge spielen mit ihrem mittelalterlichen Instrumentarium zum Tanz auf - Schalmeien, Trombonen, Dudelsäcke, Trommeln, Tamburine; es herrscht ausgelassene Fröhlichkeit - Trotto und Ghaetta - zwischendurch wird es ernst-hafter. Lamento di Tristano, der Klagegesang des Tristan - Melodien, deren Töne sich in Relation zum Grundton setzen und so eine unwiderstehliche Spannung erzeugen. doch auch dieses Stück kippt am Ende über in einen Tanz, das Leben geht weiter. Die Kultur der Kelten, eine der ältesten Europas. Dolmen und Steinkreise geben uns Rätsel auf, ihre verschlüsselte Mystik ist bis heute lebendig. Die Spielfreude der Musiker ist legendär - eine Session in der Kneipe an der Ecke, Noten sind für viele hochvirtuose Musiker ein Buch mit sieben Siegeln, jede Verzie-rung wird mündlich weitergegeben. Kimiad Iwerzhon (Gruss der Schotten an Irland), Kas a Barh Kreisteiz (Tanz der Krabben), Enez Eusa (Ille d´ Ouessant) und Draeneg (Seebarsch) sind Stücke aus der Bretagne, wo die keltische Kultur heute mehr denn je gepflegt wird. Ein westeuropäischer Komponist erhält den Auftrag, ein Werk zu schreiben, das exakt vorgegebenen rhythmischen Strukturen und Formen traditionellen südindischen Tanzes entspricht. Michael Nyman nimmt dies als Herausforderung an und schreibt Miniatures - die Musik zu einem Solotanzprogramm. Hier treffen zwei Kulturen aufeinander: Den indischen Rhythmen setzt Michael Nyman seinen starken, eigenen Kompositionsstil und, ursprünglich, die westliche Besetzung durch ein Streichquartett entgegen. "Interkulturelle" Tanzmusik also... Blue Desert, ein Stück eines afghanischen Perkussionisten, lässt grösstmöglichen Freiraum, liefert mit seinem Thema einen Anstoss, eine Idee, Tonmaterial. Weisse Hügellandschaften,
eisige Meere, Melodien, die diese archaische Schönheit in
Töne fassen. Die Harmonien, die weitestgehend ohne Terzen auskommen,
suggerieren durch die Weite zwischen Grundton und Quinte Raum, Leere,
Stille, Einsamkeit, Kälte, Klarheit. Dennoch: die Liebe zu ihrem
Land machen die Grönländer im Text zu Nunaga Qaggorisog
deutlich: Du, meine weisse Heimat... |
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